Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gehört seit Jahren zu den beliebtesten Förderprogrammen in Deutschland. Insbesondere kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern können dabei von zusätzlichen Förderquoten profitieren und sich im Idealfall sogar einen Großteil ihrer Forschungskosten finanzieren lassen. Wir erklären dir in diesem Artikel, worauf du bei diesem Förderprogramm unbedingt achten solltest.
Die ZIM-Förderung kann das ideale Programm für kleine Unternehmen sein
In Zeiten hoher Zinsen suchen vor allem kleine Unternehmen nach günstigen Möglichkeiten zur Finanzierung ihrer oftmals beträchtlichen Forschungsausgaben. Ein bundesweites Förderprogramm mit hohen Förderquoten wie das ZIM bietet sich da perfekt an.
Die Vorteile liegen nämlich für dein Kleinunternehmen klar auf der Hand:
- Es ist ein staatlicher Zuschuss für innovative Projekte, den du nicht zurückzahlen musst.
- Auszahlungen erfolgen gemeinsam mit dem Projektverlauf und eignen sich somit zur laufenden Finanzierung.
- Kleinst- und Kleinunternehmen erhalten höhere Förderquoten als größere Unternehmen.
- Die Antragstellung ist jederzeit möglich, da es keine Deadlines oder feste Termine gibt.
- Du profitierst von einem transparenten und unbürokratischen Antragsverfahren.
Hinzu kommt die breite Ausrichtung des Förderprogramms: Es gibt keine Einschränkungen mit Hinblick auf das Technologiefeld. Dein Unternehmen kann neue Produktionstechnologien, medizinische Behandlungen oder Software entwickeln – maßgeblich ist der Innovationsgrad!
Wie werden Kleinst- und Kleinunternehmen definiert?
Die ZIM-Förderung folgt der einheitlichen Definition von KMU nach Umsatz- und Beschäftigtengrößenklassen. Bei der Anzahl der Beschäftigten gilt immer das Prinzip nach Vollzeitäquivalent – ein Mitarbeiter in 50 % Teilzeit ist also mit 0,5 zu erfassen.
Hier sind alle förderfähigen Unternehmen auf einen Blick:
Unternehmensgröße | Kleinst-unternehmen | kleine Unternehmen | mittlere Unternehmen | weitere mittelständischeUnternehmen* |
Beschäftigte | unter 10 | unter 50 | unter 250 | unter 500 /unter 1.000 |
Jahresumsatz oder | bis 2 Mio. € | bis 10 Mio. € | bis 50 Mio. € | – |
Jahresbilanzsumme | bis 2 Mio. € | bis 10 Mio. € | bis 43 Mio. € | – |
*Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit einem KMU
Laut ZIM hatten bis zum Ende 2024 etwa 75 % der geförderten Unternehmen weniger als 50 Beschäftigte. Das zeigt, wie wichtig dieses Förderprogramm für kleine Unternehmen sein kann.
Hinweis: Sofern keine weitere Unterscheidung erfolgt, profitieren sowohl Kleinst- als auch Kleinunternehmen von den besseren Förderkonditionen.
Auch interessant: ZIM-Förderung für Startups
Welche Projektarten deckt die ZIM-Förderung ab?
Doch was das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand für Kleinst- und Kleinunternehmen so besonders macht, sind die vielen förderfähigen Projektarten samt höherer Förderquoten. In einigen Fällen kann der Zuschuss mehr als die Hälfte der Forschungskosten decken!
Wichtig: Zum Jahr 2025 erfolgte eine deutliche Anhebung aller Fördersummen sowie weitere Vereinfachungen bei der Antragstellung. Das ZIM ist heute also noch attraktiver als jemals zuvor und dank guter Beratung mit sehr wenig Aufwand beantragbar.
Durchführbarkeitsstudien
Antragsberechtigt sind Kleinstunternehmen, junge Unternehmen, Erstbewilligungsempfänger sowie KMU, die in den letzten 3 Jahren nicht bereits durch das ZIM gefördert wurden. Kleine Unternehmen erhalten dabei bis zu 70 % der Kosten als Zuschuss bei einer maximalen Fördersumme von 125.000 € (Einzelprojekt) oder 250.000 € (Kooperationsprojekt).
Unternehmensgröße | Durchführbarkeitsstudien |
kleine Unternehmen | 70 % |
FuE-Einzelprojekte
Zwar sind alle KMU antragsberechtigt, doch die Förderquoten für kleine Unternehmen sind mit 40 % am höchsten. Kleine junge Unternehmen und kleine Unternehmen in strukturschwachen Regionen (GRW) erhalten sogar bis zu 45 %! Zum Jahr 2025 erfolgte sogar eine Erhöhung der maximalen Fördersumme auf 690.000 € pro FuE-Einzelprojekt.
Unternehmensgröße | Einzelprojekte |
kleine Unternehmen in strukturschwachen Regionen (GRW) | 45 % |
kleine junge Unternehmen | 45 % |
kleine Unternehmen | 40 % |
FuE-Kooperationsprojekte
Kooperationsprojekte machen den Großteil aller Förderprojekte aus. Dein Kleinunternehmen kann sich das Risiko mit einem (ausländischen) Partner teilen und mindestens 45 % als Zuschuss erhalten. Bei internationalen Kooperationen sind sogar 55 % bis 60 % möglich. Ein Gesamtprojekt mit mehreren Partnern kann maximal 3.000.000 € erhalten.
Unternehmensgröße | Nationale Kooperationsprojekte | Internationale Kooperationsprojekte |
kleine Unternehmenin strukturschwachen Regionen (GRW) | 55 % | 60 % |
kleine junge Unternehmen | 50 % | 60 % |
kleine Unternehmen | 45 % | 55 % |
Innovationsnetzwerke
Der Aufbau internationaler Beziehungen ist für die Forschung von entscheidender Bedeutung. So fördert das ZIM das sogenannte Netzwerkmanagement samt unterschiedlicher Phasen anfangs mit bis zu 90 % (national) oder bis zu 95 % (international), ehe die Quote in den Folgejahren bzw. weiteren Phasen auf 30 bis 40 % absinkt.
Bei nationalen ZIM-Innovationsnetzwerken sind maximal 490.000 € möglich. Der Aufbau von internationalen Innovationsnetzwerken kann mit bis zu 600.000 € bezuschusst werden. Kleine Unternehmen erhalten dabei die gleichen Leistungen wie größere Unternehmen.
Hast du noch weitere Fragen?
Mit den hohen Förderquoten und attraktiven Zuschüssen kann das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) die perfekte Finanzierungshilfe für dein Forschungsprojekt sein. Folge bei der Antragsstellung unserem praktischen Ratgeber.
Hast du noch weitere Fragen oder benötigst du professionelle Hilfe bei deinem Antrag? Dann vereinbare noch heute dein kostenloses Erstgespräch!