ZIM-Förderhöhe berechnen: Einfache Beispiele für dein Projekt

von | 22.07.2025 | ZIM, Tipps

Wenn du ein innovatives Forschungs- oder Entwicklungsprojekt planst, ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) eine der attraktivsten Fördermöglichkeiten in Deutschland. Doch wie hoch fällt die Förderung konkret aus?

In diesem Artikel erfährst du, wie du die ZIM-Förderhöhe berechnen kannst – inklusive Rechenbeispiele für Einzel- und Kooperationsprojekte.

Was beeinflusst die ZIM-Förderhöhe?

Die Förderhöhe im ZIM ergibt sich aus mehreren Faktoren:

  • Projektart: Einzelprojekt, Kooperationsprojekt oder Netzwerkprojekt
  • Unternehmensgröße: Kleine, mittlere oder sonstige Unternehmen (KMU-Definition)
  • Projektkosten: Nur förderfähige Kosten fließen in die Berechnung ein
  • Förderquote: Je nach Projektform und Größe bis zu 60 % möglich

➡️ Lies hierzu auch: 

Förderquoten im Überblick

Die genaue Förderquote hängt von der Projektart und der Unternehmensgröße ab. Grundsätzlich gilt:

Förderquoten (nicht rückzahlbare Zuschüsse)

AntragstellerEinzelprojektKooperationsprojektInt. Kooperationsprojekt
Kleines Unternehmenbis zu 45 %bis zu 55 %bis zu 60%
Mittleres Unternehmenbis zu 35 %bis zu 40 %Bis zu 50%
Unternehmen bis 500 MAbis zu 25 %bis zu 30 %
Forschungseinrichtung (im Verbund)bis zu 100 %

Hinweis: Kleine Unternehmen in strukturschwachen Regionen können bis zu 45 % erhalten

Welche Kosten sind förderfähig?

Nur bestimmte Ausgaben werden im ZIM als förderfähig anerkannt:

  • Personalkosten für FuE-Mitarbeitende
  • Sachkosten für Materialien und Versuchsbauten
  • Aufträge an Dritte, z. B. Labore oder Entwicklungsdienstleister
  • Reisekosten, wenn sie projektbezogen sind
  • Investitionen in geringem Umfang, wenn projektbezogen

➡️ Lies auch: ZIM förderfähige Kosten – die Übersicht

So berechnest du die ZIM-Förderhöhe

Die ZIM-Förderhöhe berechnet sich auf Basis der geplanten förderfähigen Projektkosten multipliziert mit dem individuellen Fördersatz.

Formel:

Förderhöhe = förderfähige Projektkosten × Förderquote

Beispiel 1: ZIM-Einzelprojekt eines kleinen Unternehmens

Die „BioSens GmbH“ mit 12 Mitarbeitenden (in einer strukturschwachen Region) entwickelt einen neuartigen Biosensor. Das Projekt ist ein Einzelvorhaben mit einem geplanten Förderzeitraum von zwei Jahren.

Gesamtkalkulierte förderfähige Projektkosten: 400.000 Euro

  • Förderquote für kleine Unternehmen: 45 % (in strukturschwachen Regionen)
  • ZIM-Förderhöhe: 400.000 Euro × 45 % = 180.000 Euro Zuschuss

Damit bleiben 220.000 € Eigenanteil, die das Unternehmen selbst tragen muss.

Beispiel 2: ZIM-Kooperationsprojekt mit Hochschule

Das Unternehmen „TechVision“ (mittelgroß) kooperiert mit einer Hochschule bei der Entwicklung eines KI-gestützten Steuerungssystems.

Förderfähige Projektkosten:

  • TechVision: 300.000 €
  • Hochschule: 150.000 €

Förderquoten:

  • Mittelständisches Unternehmen: 40 %
  • Hochschule: 100 %

ZIM-Förderhöhe:

  • TechVision: 300.000 Euro × 40 % = 120.000 €
  • Hochschule: 150.000 Euro × 100 % = 150.000 €
  • Gesamter Zuschuss: 270.000 Euro

Kooperationsprojekte lohnen sich also doppelt: durch höhere Förderquoten und den wissenschaftlichen Input der Forschungspartner.

➡️ Lies auch: ZIM-Projektskizze erstellen: Vorlage & Tipps

Förderhöchstgrenzen im ZIM

Das ZIM-Programm setzt auch absolute Förderobergrenzen:

  • Einzelprojekt: max. 550.000 € Zuschuss
  • Kooperationsprojekt: max. 450.000 € Zuschuss pro Unternehmen
  • Forschungsstelle: max. 220.000 € je Partner
  • Netzwerkförderung: bis zu 420.000 € (in mehreren Phasen)

Achtung: Die tatsächliche Förderung hängt auch vom verfügbaren Budget, der Bewertung durch den Projektträger und der Qualität deiner Unterlagen ab.

Was beeinflusst die Förderhöhe?

Neben der Unternehmensgröße und der Projektart können auch folgende Faktoren die Förderquote beeinflussen:

  • Regionale Bonusregelungen: Unternehmen in strukturschwachen Regionen erhalten oft höhere Fördersätze.
  • Innovationsgrad: Je höher der technologische Neuheitswert, desto besser die Erfolgsaussichten.
  • Zusätzliche Förderung: ZIM kann mit anderen Programmen kombiniert werden – z. B. mit der Forschungszulage.

Fazit: ZIM-Förderhöhe berechnen lohnt sich

Die ZIM-Förderung bietet Unternehmen eine echte Chance, ihre Innovationsprojekte mit staatlichen Zuschüssen umzusetzen. Wenn du die ZIM-Förderhöhe berechnen willst, brauchst du vor allem eines: einen klaren Projektplan und vollständige Kostenaufstellung. Je besser du dokumentierst und planst, desto höher fällt deine Förderung aus.

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Portraitfoto mit Kai Thierhoff

Kai Thierhoff

Prof. Dr. Kai Thierhoff, ausgebildeter Betriebswirt und promovierter Experte für Entrepreneurship, ist eine feste Größe in der Gründerszene. Nach seinem Studium in Köln und seiner Promotion an der ebs european business school hat er sich als Gründer und Mitgründer zahlreicher Unternehmen etabliert. Kai ist nicht nur in der Praxis tief verwurzelt, sondern teilt sein Wissen auch als Dozent für Entrepreneurship an der Rheinischen Hochschule in Köln.

In über 20 Jahren mit seinem Beratungsunternehmen hat er in hunderten Kundenprojekten praxisrelevantes Wissen im Bereich Funding und insbesondere öffentliche Förderungen aufgebaut. Spezialisiert auf die Förderung aus dem Forschungszulagengesetz begleitete Kai mit seinem Team bereits hunderte Unternehmen zu einem erfolgreichen Förderbescheid in siebenstelliger Höhe.

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